Immobilienmakler beauftragen: Vorteile und Nachteile im Fokus

Immobilienmaklerin zeigt Wohnung

Wer eine Immobilie verkaufen will steht oft vor der Frage, ob es besser ist einen Makler einzuschalten oder nicht. Viele versuchen sich in eigene Regie mit der Vermarktung ihres Hauses, doch oft gelingt es nicht, die Aufmerksamkeit passender Interessenten auf das Objekt zu lenken. Mit einem Makler zusammenzuarbeiten hat eine ganze Reihe von Vorteilen, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten.
 

Das Wichtigste in Kürze

  • Makler sparen Zeit und setzen einen realistischen Verkaufspreis durch.

  • Sie entwickeln eine individuelle Verkaufsstrategie und setzen passende Marketinginstrumente ein.

  • Ein Makler erreicht Ihre Zielgruppe und weiß mit ihren Ansprüchen umzugehen.

  • Er sorgt dafür, dass alle notwendigen Unterlagen perfekt vorbereitet zur Verfügung stehen und hat auch auf kritische Fragen stets seriöse Antworten.

  • Sein Netzwerk ist sehr hilfreich für den Verkaufsprozess.


Was macht ein Immobilienmakler anders als Sie?

Die Frage ist durchaus erlaubt, was ein Immobilienmakler eigentlich anders macht als Sie selbst. Es ist ja keine große Sache mehr, eine Immobilie zu fotografieren und die Fotos online auf einer Plattform zu veröffentlichen. Allerdings steckt beim Immobilienverkauf wesentlich mehr dahinter als das. Die Materie des Hausverkaufs ist komplex und Sie werden schnell feststellen, dass Makler wesentlich mehr machen, als ein paar Fotos zu schießen.
 

Marktcheck und Netzwerk

Seriöse Makler sind Profis für Grundstücke und Gebäude. Bei einer Begehung prüfen Sie die Immobilie und begutachten das Grundstück. Im Anschluss daran unterziehen Sie den aktuellen Markt einer Analyse und stufen Ihre Immobilie in den Kontext des lokalen Immobilienmarktes ein. Parallel dazu haben Sie eventuell schon potenzielle Käufer in ihrer Kartei, die sich für ein Objekt wie Ihres haben vormerken lassen.
 

Finanzierungstipps und ein guter Draht zum potenziellen Käufer

Neben diesen Aspekten sind Immobilienmakler vertraut mit Immobilienfinanzierungen, was für den Verkäufer selbst zwar nicht nötig ist, aber für den Käufer. Und da es für Sie von elementarer Bedeutung ist, dass ein Käufer von der Zusammenarbeit mit Ihrem Makler profitiert, spielt das Finanzierungswissen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Weiter können Sie bei einem erfahrenen Immobilienmakler Hilfe und Unterstützung erwarten, wenn es um die Gestaltung des Kaufvertrags geht.

Der Makler ist nicht nur Ansprechpartner für Sie in punkto Verkauf einer Immobilie. Er hilft Ihnen auch dabei, schnell und unkompliziert die Verbindung zu potenziellen Käufern aufzunehmen. Sein Ziel ist es, beide Seiten zufriedenzustellen.


Ein Makler arbeitet deswegen anders als Sie, weil er den lokalen Immobilienmarkt wie seine Westentasche kennt, enorm viel Erfahrung hat und außerdem Experte auf seinem Gebiet ist. Er ist in der Lage einen adäquaten Abschluss auf den Weg zu bringen und das in recht kurzer Zeit.
 

Expertenwissen ist wertvoll

Ein erfahrener Makler leistet beim Immobilienverkauf große Hilfe. Immer mehr Makler haben eine einschlägige Ausbildung absolviert und kennen sich bei Immobilien theoretisch und praktisch gut aus. Auf Basis dieser soliden Grundlage und in Kombination mit einigen Jahren praktischer Tätigkeit gelingt es ihnen leichte, einen zutreffenden Preis für eine Immobilie – den Verkehrswert – einzuschätzen. Außerdem haben Sie den aktuellen Blick auf den Markt und haben eine gute Vorstellung davon, wie die Verkaufschancen für Ihr Objekt stehen. Ein Makler steckt einen realistischen Rahmen ab und beschreibt im Vorfeld bereits die Voraussetzungen, die nötig sind, einen Kaufinteressenten zum Käufer zu machen.
 

Routine und Standardabläufe sorgen für Professionalität

Makler arbeiten routiniert und verfügen über einen standardmäßigen Prozess im Rahmen ihres Tätigkeitsfeldes. Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen, ist das eine einmalige Angelegenheit, wenn Sie nicht schon vor einigen Jahren einmal ein Haus verkauft haben. Fakt ist dennoch, dass Ihnen Erfahrung und Routine fehlen.

Wenn Sie auf eigene Faust handeln, müssen Sie mit Rückschlägen leben und die Erfahrung sagt, dass private Verkäufer ohne Makler-Unterstützung oft nicht den Preis am Markt realisieren können, den an Makler durchsetzen würde. Wenn Sie ohne Makler verkaufen, müssen Sie damit rechnen, etwas Lehrgeld zu bezahlen. Das kann mitunter deutlich mehr sein als die Provision für Ihren Makler.
 

Mit Makler verkaufen: weniger Aufwand und mehr Geld

Einen Makler beim Verkauf einzuschalten spart viel Zeit. Denken Sie alleine an die Vorbereitung des Exposés – dieses vollständig, übersichtlich und in einer gewissen Qualität herzustellen erfordert Fingerspitzengefühl und Sachkenntnis.

Geht ein Makler durch eine Immobilie, betrachtet er diese ganz objektiv. Er nimmt alle relevanten Punkte auf, die für den Verkauf nötig sind. Sie müssen ihm helfen, sich einen vollständigen Überblick zu verschaffen, indem Sie ihm alle nötigen Unterlagen bereitstellen. Dazu gehören zum Beispiel Grundrisszeichnungen oder das Liegenschaftskataster, Grundbuchauszüge und anderes. Kaufinteressenten werden zunächst Baupläne und das Liegenschaftskataster in Augenschein nehmen, um sich einen generellen Überblick zu verschaffen. Makler überprüfen das Grundbuch, um zu gewährleisten, dass Ihre Immobilie keine einschränkenden Merkmale aufweist. Falls Grunddienstbarkeiten oder Grundpfandrechte eingetragen sind, wird er dafür sorgen, dass deren Richtigkeit und Daseinsberechtigung überprüft wird.

Auch bei schwierigen Situationen – beispielsweise, wenn eine Zwangsversteigerung, ein Zwangsversteigerungsvermerk oder ein Insolvenzverfahren eingetragen ist – weiß der damit umzugehen. Er passt seiner Verkaufsstrategie an und nutzt seine Erfahrung dazu, trotz der einschränkenden Eintragungen einen angemessenen Preis am Markt zu erzielen.
 

Widersprüchliche Informationen vorab klären

Weiter wird der Makler widersprüchliche Informationen und Unklarheiten im Zusammenhang mit der Immobilie ansprechen und ihnen auf den Grund gehen. Sein Ziel ist es Ihre Immobilie im besten Licht zu präsentieren und hemmende Faktoren zu beseitigen. Für Kaufinteressenten wären diese mitunter so abschreckend, dass sie sich wieder zurückziehen.

Beispiel: Angenommen, Sie möchten eine Eigentumswohnung verkaufen und wissen nicht, dass Sie eine Teilungserklärung, die Gemeinschaftsordnung und die Protokolle der letzten Eigentümerversammlung vorlegen sollten, dann stehen Sie beim Besichtigungstermin unprofessionell und schlecht vorbereitet dar. Falls in den Unterlagen kritische Eintragungen sind, die Ihnen gar nicht klar sind, kann die Hilfe eines Maklers besonders wertvoll sein. Er ist in der Lage auch kritische Eintragungen so zu präsentieren, dass Sie zur Verkaufsstrategie passen.
 

Verkauf eines vermieteten Objekts

Geht es um den Verkauf einer aktuell vermieteten Wohnung und will der neue Käufer das Objekt als Kapitalanlage nutzen, dann wäre für ihn wichtig zu wissen, inwieweit sich die Mietkonditionen anpassen lassen. Für solches Gespräch benötigen Sie den Mietvertrag und Sie sollten sich über die Möglichkeiten der Mietpreisanpassung informieren. In Zusammenarbeit mit einem Makler wird Ihnen dieser Arbeit abgenommen, den er kümmert sich um die Informationsbeschaffung und achtet darauf, dass von A bis Z alle Unterlagen vollständig und perfekt vorbereitet vorhanden sind – das gilt auch für den Energieausweis, den Grundsteuerbescheid und vieles mehr.
 

Attraktive Immobilien machen Arbeit – der Makler nimmt Sie Ihnen ab

Wenn Sie ein attraktives Objekt verkaufen wollen, könnte es durchaus geschehen, dass viele Interessenten Kontakt zu Ihnen suchen. Sie wollen sich über das Haus und die Wohnung oder das Grundstück informieren. Im Grunde ist die Situation positiv, denn je mehr Interessenten Sie haben, desto größer sind die Chancen auf einen angemessenen Verkauf. Doch der Ansturm hat auch eine Kehrseite. Wenn Sie die nötigen Unterlagen entweder nur rudimentär zusammengestellt haben oder aber nicht in der Lage sind, diese innerhalb kürzester Zeit zu duplizieren, gehen möglicherweise Interessenten verloren.
 

Terminkoordination und Zeit für Besichtigungen

Außerdem ist es in der Regel so, dass Kaufinteressenten voll im Berufsleben stehen und entweder nur am Wochenende oder abends Zeit finden, um die Immobilie zu besichtigen. Ein Makler richtet sich nach den Interessenten und wird sich auch am Wochenende bemühen, Besichtigungen zu vereinbaren und durchzuführen.
 

Kritische Fragen sicher beantworten

Kaufinteressenten sind nicht selten kritisch und Sie besichtigen innerhalb kurzer Zeit mehrere Objekte. Sie haben schon etwas Übung darin, neuralgische Punkte ausfindig zu machen und ihren Finger darauf zu legen. Das bedeutet, dass sie Fragen stellen, an die Sie als Eigentümer möglicherweise noch gar nicht gedacht haben. Fehlen Ihnen die richtigen Antworten, stehen Sie schlecht da. Die Kaufinteressenten gewinnen den Eindruck, dass Sie von ihrer Immobilie nicht genug wissen und Sie möglicherweise die sprichwörtliche „Katze im Sack“ kaufen. Auf dieser Basis wird es schwierig werden aus einem Kaufinteressenten einen Käufer zu machen und einen rechtsgültigen Notarvertrag mit ihm zu schließen.

Ein Makler wird auf die gezielten Fragen wahrheitsgemäß und professionell antworten. Das verschafft beim Kaufinteressenten wiederum einen positiven Eindruck. Der Immobilienmakler unterstützt Sie beim Verkauf und bei der Abwicklung der anstehenden Formalitäten. Er steht als Ansprechpartner stets zur Verfügung und kümmert sich zudem darum, zeitlich passende Termine abzustimmen.
 

Die Vorteile des Verkaufs mit Immobilienmakler im Überblick

  • Makler führen eine Marktanalyse durch und bewerten die Immobilie.

  • Sie verfügen über ein breites Netzwerk und kennen eventuell bereits passende Kaufinteressenten.

  • Makler sparen Zeit, weil Sie aufgrund ihrer Erfahrung effizient arbeiten.

  • Mit einem Makler ist die Reichweite der Annoncen optimal ausgerichtet. Außerdem werden passende Zielgruppen angesprochen, da ein Makler eine Vermarktungsstrategie für ein Immobilienobjekt anwendet.

  • Makler wählen die richtigen Marketingmaßnahmen aus, um die Immobilie am Markt zu platzieren.

  • Makler unterstützen auch bei Finanzierungsfragen und sind somit wertvolle Ansprechpartner für Kaufinteressenten. Fühlen Kaufinteressenten sich gut betreut und beraten, wird der Kauf wahrscheinlicher.

  • In allen Fragen rund um das Kaufvertragsrecht können Makler unterstützend beraten. Sie ersetzen allerdings nicht den Rat eines Rechtsanwalts!

  • Makler prüfen die Bonität eines Käufers, um Sie vor bösen Überraschungen in letzter Sekunde zu schützen.

  • Makler fungieren als Koordinatoren. Sie stimmen Termine ab, auch beim Notar.

  • Erfahrung und Expertise dient im Rahmen der Preisverhandlungen dazu, den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen.

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