Haus mit alter Heizung verkaufen oder energetisch sanieren? Eine wichtige Frage vor allem für ältere Hausbesitzer

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28.03.2023 - In Deutschland steht die Energiewende im Gebäudesektor im Fokus. Das Thema Heizungstausch spielt dabei eine zentrale Rolle, insbesondere für Hausbesitzer mit älteren, fossilen Heizsystemen. Für viele Eigentümer fortgeschrittenen Alters stellt sich daher zurecht die Frage, ob man ein Haus mit einer alten Heizung verkaufen oder doch noch energetisch sanieren sollte.
 

Abhängig machen sollte man diese Entscheidung in erster Linie davon, wie lange man noch vorhat, im eigenen Haus zu wohnen. Oft sind die Kinder schon ausgezogen, sodass sich hier und da schon einmal die Frage aufgetan hat, das große Einfamilienhaus gegen eine kleine Wohnung einzutauschen. Denn mit zunehmenden Alter fällt auch die laufende Pflege und Instandhaltung des eigenen Hauses nicht leichter. In diesem Kontext gewinnt die Überlegung an Bedeutung, ob eine energetische Sanierung in Anbetracht der verbleibenden Wohnzeit überhaupt noch sinnvoll ist. Die Sanierungskosten können erheblich sein, und die Amortisationszeit – also der Zeitraum, in dem sich die Investition durch eingesparte Energiekosten refinanziert – kann mehrere Jahre betragen. Wenn man plant, nur noch wenige Jahre im Haus zu wohnen, könnte es wirtschaftlicher sein, das Haus in seinem aktuellen Zustand zu verkaufen.

Allerdings gibt es auch andere Aspekte zu berücksichtigen. Ein energetisch saniertes Haus kann auf dem Immobilienmarkt einen höheren Wert erzielen. Zudem fördert der Staat den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme, was die Investitionskosten reduzieren kann. Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht beispielsweise vor, dass Heizungen, die auf 65 Prozent erneuerbaren Energien basieren, staatlich gefördert werden. Darüber hinaus spielt auch der ökologische Aspekt eine Rolle. Eine moderne, energieeffiziente Heizung reduziert den CO2-Ausstoß und leistet somit einen Beitrag zum Klimaschutz. Für viele Menschen ist dies ein wichtiger Beweggrund, unabhängig von wirtschaftlichen Überlegungen.
 

Das Gesetz zum Erneuerbaren Heizen

Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) hat die Bundesregierung den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen eingeleitet. Ab Mitte 2028 wird die Nutzung von mindestens 65 Prozent Erneuerbarer Energie für alle neuen Heizungen verbindlich. Das Ziel ist es, bis 2045 klimaneutral zu sein und unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden. Ab Januar 2024 dürfen in Neubauten nur noch Heizungen installiert werden, die auf 65 Prozent Erneuerbaren Energien basieren. Für bestehende Gebäude gibt es jedoch großzügige Übergangsfristen.


Kosten und Förderung der Sanierung

Die Kosten für eine energetische Sanierung können je nach Umfang und Art der Maßnahmen variieren. Wer jedoch seine Heizung tauscht und dabei auf 65 Prozent Erneuerbare Energie umsteigt, kann staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Die maximale Förderung beträgt bis zu 70 Prozent der Investitionskosten.
 

Lohnt sich die Sanierung für ältere Hausbesitzer?

Für ältere Hausbesitzer stellt sich die Frage, ob sich eine energetische Sanierung finanziell lohnt. Die Kosten für eine Sanierung können erheblich sein, und es ist nicht garantiert, dass diese durch einen höheren Verkaufspreis des Hauses gedeckt werden. Es ist daher ratsam, eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen und auch die staatlichen Fördermöglichkeiten zu berücksichtigen.
 

Die Entscheidung, ein Haus mit einer alten Heizung zu verkaufen oder energetisch zu sanieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während die energetische Sanierung langfristig zu Einsparungen führen kann, sind die anfänglichen Investitionskosten hoch. Ältere Hausbesitzer sollten daher alle Aspekte sorgfältig abwägen und sich von Experten beraten lassen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Abschließend sollte jeder Hausbesitzer seine individuelle Situation und seine Prioritäten sorgfältig abwägen. Eine professionelle Energieberatung kann dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Energieberater können die Kosten und den Nutzen einer Sanierung genau berechnen und auch über staatliche Fördermöglichkeiten informieren. Es lohnt sich also, sich umfassend zu informieren und zu beraten, bevor man eine endgültige Entscheidung trifft.

 

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